Theater wird nicht kaputtgespart


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Lina Keppler, stellv. Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die GRÜNEN, in der Ratssitzung am 23. 3. 2017 zum Wirtschaftsplan Städtische Bühnen 2017/2018

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren,

zu Beginn möchte ich 2 Dinge festhalten.

  1. das städtische Theater macht hervorragende Arbeit.
  2. das städtische Theater wird nicht kaputtgespart.

zu 1: Das Theater ist noch besser geworden. Und das sagen nicht etwa wir GRÜNE oder die Paprika, sondern das sagt der Wirtschaftsprüfer Wibera. Er bescheinigt dem Theater, dass die Spielstätten noch besser ausgelastet sind.

Und: Mit einer Eigenkapitalquote von fast 18 Prozent ist unser Theater so gut wie kaum ein anderes im Land NRW und dies führt in der Spielzeit 15/16 zu einem Gewinn von ca. 300.000. Dass es so gut läuft – das verdanken wir der großartigen Arbeit des Intendanten Michael Heicks und natürlich des ganzen Ensembles. Aber auch der kaufmännischen Leitung, die ich hier auch noch einmal ausdrücklich loben möchte.

Und damit komme ich zum Punkt 2. das Theater wird nicht kaputtgespart. Denn diesen Gewinn muss das Theater nicht an die Stadt abführen, sondern kann diesen komplett in die Rücklage einzahlen.

zu 2. von einem Gewinn in der Bilanz kann man ja nur reden vor dem Hintergrund, dass in der entsprechenden Saison 19,8 Mill Euro als Zuschuss der Stadt ans Theater gezahlt wurden. Wie andere städtische Betrieb auch, haben wir (Koalition) auch das Theater von einem Beitrag zur Haushalts-konsolidierung nicht ausgenommen.

Denn wir als Ratspolitikerinnen tragen die Gesamtverantwortung für die Stadt. Dafür sind wir in dieses Gremium gewählt worden. Und dieser Verantwortung für alle Belange der Stadt stellen wir uns.

Neben diesem Sparbeitrag haben wir das Theater aber mit einer Vereinbarung bis 2021 ausgestattet, die dem Theater Planungssicherheit gibt. U.a. werden dem Theater mit dieser Vereinbarung die Übernahme der tatsächlichen Tarifsteigerungen zugesagt (ohne Deckelung). Angesichts dieser Vereinbarung und der kompletten Einzahlung des Gewinns in die Rücklage, die nunmehr auf ca. 2,4 Mill angewachsen ist von einer Existenzbedrohung des Theaters zu reden ist schlichtweg irreführend.

In den folgenden Jahren einen überschaubaren Betrag aus der Rücklage zu nehmen um einen Ausgleich der Jahresbilanz zu ermöglichen halten wir vor dem skizzierten Hintergrund für vertretbar.

Und wie schon gesagt: Besucherrekord, ausgelastetes Haus, vielfältige Veranstaltungen und Engagement für die Stadt. Das alles zeugt natürlich von der großartigen Arbeit unseres Theaters, das wir alle hier sehr schätzen. Dies wollen und werden wir langfristig erhalten.

Es gilt das gesprochene Wort!