Wie es um´s Glyphosat steht


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Schiefertafel mit der chemischen Formel von Glyphosat

Noch vor wenigen Jahren hat die Stadt Bielefeld auf Teilbereichen von über 40 Sportplätzen und Laufbahnen das Ackergift Glyphosat als Bestandteil des Mittels Round ausgebracht. Im Jahr 2012 hat der Betriebsausschuss Umwelt auf Initiative der GRÜNEN beschlossen, dass der UWB prüft, baldmöglichst auf den Einsatz des unter Krebsverdacht stehenden Glyphosat zu verzichten und nach Alternativen zur Unkrautentfernung zu suchen. Seitdem hat sich der Ruf der Chemikalie nicht verbessert.

Im Gegenteil: Die WHO stufte das Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Kalifornien kündigte an, das Ackergift in die Liste der krebserregenden Mittel aufnehmen. Und ein Gericht in Lyon verurteilte den Glyphosat-Hersteller Monsanto dazu, Schadensersatzzahlungen an einen Landwirt zu leisten.

Anfrage der GRÜNEN im Schul- und Sportausschuss am 12.10.2015:

Wie hat sich der Einsatz von Glyphosat in Bielefeld entwickelt – etwa dadurch, dass im Rahmen des planmäßigen Austausches Kunststoff- durch Korkgranulat ersetzt wurde, dass die von Herrn Kugler-Schuckmann im Ausschuss geschilderten positiven Versuche mit Wave-Geräten ausgeweitet wurden oder bei der Vergabe von neuen Sportanlagen auf das Thema Glyphosat geachtet wurde?

Zusatzfragen:

  1. Inwiefern findet der oben genannte Beschluss in Ausschreibungen für neue Kunstrasenplätze Niederschlag?
  2. Hat der ISB betroffene Vereine über den Einsatz von Glyphosat bei der Pflege von Sportanlagen informiert, wie es Gerd-Peter Grün in der Schul- und Sportausschusssitzung am 30.04.2013 laut Protokoll angeregt hat?