Ideen für ein fahrradfreundlicheres Bielefeld: GRÜNE Ratsfraktion informiert sich in Groningen

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In Bielefeld ist noch viel Luft nach oben was den Fahrradverkehr angeht. Davon sind die 14 Grünen nach ihrer zweitägigen Fahrt nach Groningen Anfang November überzeugt. Die Stadt gilt neben Kopenhagen als die Fahrradstadt Europas. Die GroningerInnen legen mittlerweile mehr als 50 Prozent der Wege mit dem Fahrrad zurück. Die BielefelderInnen nur 10 Prozent.

So viele RadlerInnen verändern eine Stadt grundlegend. Das hat die grüne Reisegruppe aus Bielefeld in Führungen durch die 200.000-Einwohner-Stadt erlebt und auch per Rad erfahren. Unterstützt wurden sie dabei von Mitgliedern der Partei Groenlinks, allen voran Ratsmitglied Benni Leemhuis. Er berichtete den Bielefeldern, wie die Stadt den Anteil der RadfahrerInnen stetig erhöht hat: In der autofreien Innenstadt sind RadlerInnen im Vorteil. Die Stadt hat in das Radwegenetz investiert, den Radverkehr sicherer gemacht, die Wege für Radler durch Kanalbrücken verkürzt und tausende kostenlose Fahrradparkplätze geschaffen.

„Wir haben viele Anregungen aus Groningen mitgebracht, auch wenn die Bedingungen in Bielefeld und Groningen sehr unterschiedlich sind”, sagt die Fraktionsvorsitzende Lisa Rathsmann-Kronshage. „Wir werden uns in Bielefeld weiter für die Verbesserung des Radverkehrs einsetzen und versuchen, das Rad für Bielefelder attraktiver zu machen: Das Radwegenetz stärken oder ordentliche Fahrradparkplätze sind zwei Punkte. Dabei muss nicht alles teuer sein”. So setze sich die grüne Ratsfraktion bereits dafür ein, dass z.B. Radler möglichst alle Einbahnstraßen in beiden Fahrtrichtungen nutzen können.

Auch Groningen will den Anteil des Fahrradverkehrs weiter steigern. Das politische Ziel: Bald sollen 65 Prozent der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. „Davon sind wir in Bielefeld weit entfernt, aber 15 statt 10 Prozent sind sicher in den nächsten Jahren möglich”, sagt Lisa Rathsmann-Kronshage.