Obdachlosigkeit verhindern

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Die GRÜNEN begrüßen, dass sich die Stadt an dem Programm “Bekämpfung der Wohnungslosigkeit in NRW” beteiligt. Dadurch konnten zwei Vollzeitstellen eingerichtet und Fahrzeuge angeschafft werden, um wohnungslosen Menschen zu helfen, damit sie nicht weiter in die Obdachlosigkeit abdriften. Zielgruppe sind dabei vor allem junge Menschen, die aufgrund ihres Alters und besonderer Umstände weder in ihre Familie, Pflegefamilie oder Jugendwohneinrichtung zurück noch in eine geplante bzw. gesicherte Zukunft hineingehen können. Sie können nun besser unterstützt und beraten werden.

Michael Holler, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion: “Neben den konkreten Hilfen müssen wir aber auch der Frage nachgehen, welche Umstände junge Menschen in derart prekäre Situationen treiben, durch die sie wohnungslos werden. Gerade dann, wenn sie aus einer Jugendhilfemaßnahme oder aus einer Pflegefamilie kommen und die bisherigen Unterstützungsleistungen teilweise abrupt enden. Diese Übergänge mit all ihren Problemstellungen überfordern vielfach die jungen Erwachsenen. Hier sind ausreichende Übergangshilfen bereits im Bereich der Jugendhilfe wünschenswert. Später sind gegebenenfalls niedrigschwellige Hilfsangebote des Sozialamts ersatzweise notwendig.“

Dass es nicht genug Wohnungen gibt, die jungen Menschen für eine bezahlbare Miete angeboten werden, kommt erschwerend hinzu. Umso mehr ist es erforderlich, dass genau hier der Hebel angesetzt wird und mit der Organisation von Möbeln, der Bereitstellung von kleinen Unterkünften und einer sozialarbeiterischen Beratung und Begleitung ein Zugang zur Selbständigkeit eröffnet wird.