Versorgungslücke geschlossen: Humanitäre gynäkologische Sprechstunde kommt!

Die Grüne Ratsfraktion begrüßt ausdrücklich den Beschluss des Sozial- und Gesundheitsausschuss am 29.10.2024 für ein wichtiges Angebot für Frauen in Bielefeld.

Joachim Hood, sozialpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion: „Wir freuen uns, dass die Versorgungslücke für Menschen ohne Krankenversicherung oder Papiere so schnell durch das Gesundheitsamt geschlossen werden kann. Mit dem Angebot der humanitären gynäkologischen Sprechstunde werden Hürden abgebaut, indem Untersuchungen und Beratungen für die Frauen anonym und kostenfrei erfolgen. Für Behandlungen zu Schwangerschaften, Krebsvorsorge, sexuell übertragbare Krankheiten oder Infektionen bekommen die Frauen nun eine niedrigschwellige Anlaufstelle und Kontakt ins Gesundheitssystem.

Sarah Laukötter, Referentin für Soziales und Gesundheit der Grünen Ratsfraktion: „Großer Dank gilt dem MediNetz e.V. aus Bielefeld. Ihre Arbeit hat auf die dramatische und teils lebensbedrohende Situation der circa 350 Betroffenen pro Jahr aufmerksam gemacht. Mit der Sprechstunde erhalten Frauen am Rande der Gesellschaft eine gesundheitliche Versorgung, die sonst keine Lobby haben. Wir hoffen, dass sich das Angebot in Bielefeld über die bestehenden Beratungs- und Anlaufstellen schnell etabliert. Ziel ist es, dass alle Betroffenen medizinisch versorgt werden können und sie so auch Vertrauen in behördliche Strukturen bekommen.“

Die Personalkosten für die humanitäre gynäkologische Sprechstunde können im kommunalen Doppelhaushalt 2025/2026 durch Mittel des Öffentlichen Gesundheitsdienstes finanziert werden.