Ende Juni 2024 haben das Statistische Bundesamt sowie die Statistischen Landesämter von Nordrhein-Westfalen und Bayern die Ergebnisse des Zensus 2022 vorgestellt. Das Ergebnis: Vom Land Nordrhein-Westfalen errechnet, leben etwa 12.000 Einwohner*innen weniger in der Stadt Bielefeld, als im städtischen Melderegister registriert.
Es sind also mehr Menschen in der Stadt gemeldet, als vom Zensus geschätzt. Die Zahlen im Melderegister sind Realdaten. Die Landesdaten dagegen beruhen auf Stichproben-Befragungen und darauf aufbauenden Schätzungen und Hochrechnungen. Die Höhe der Schlüsselzuweisungen des Landes an die Stadt Bielefeld zum Beispiel richtet sich unter anderem nach der Einwohner*innenzahl. 12.000 Menschen machen einen Unterschied von etwa 7 Millionen Euro, die der Stadt weniger zugewiesen werden. Außerdem muss die städtische Infrastruktur wie Schulen und Straßen auch auf die richtige Einwohner*innenzahl ausgerichtet werden.
Vor diesem Hintergrund stellen wir am 02.04.2025 im HWBA folgende Anfrage:
Wie ist der Ermittlungsstand hinsichtlich der Anzahl der Einwohner*innen in Bielefeld,
die so stark zwischen städtischem Melderegister und Landesdaten aus Zensuserhebung schwankt?