„Frischer Wind“ in der Busflotte von moBiel: Die erste Station führte die GRÜNE Ratsfraktion in den Innovationspark Sektorenkopplung der Müllverbrennungsanlage (MVA). Dort befinden sich Betriebshof und Tankstelle der vier Wasserstoffbusse (H2-Busse), die seit 2022 auf der Linie 29 im Einsatz sind. Die emissionsfreien Fahrzeuge bilden die Keimzelle im umweltfreundlichen Bielefelder ÖPNV-Fuhrpark. Nach erfolgreichem Probebetrieb sollen nun 25 weitere H2-Busse folgen, die bereits 2025 den Betrieb aufnehmen könnten. Mit den dann 29 Wasserstoffbussen ist knapp ein Viertel der Busflotte von moBiel komplett emissionsfrei unterwegs. Der Rest der Fahrzeuge verfügt über die höchste Abgasnorm Euro-6. Viele dieser Busse sind als Mild-Hybride schon teilelektrifiziert. Die Stadtbahnen sind bereits seit 2015 mit grün zertifiziertem Strom unterwegs.
Ulrike Mann, Co-Geschäftsführerin GRÜNE Ratsfraktion und Mitglied der Stadtteilgruppe Heepen: „Dank des Engagements der Stadtwerkegruppe Bielefeld nimmt Bielefeld eine Vorreiterrolle beim Ausbau des zukunftsfähigen ÖPNV bundesweit ein. Bislang werden die Wasserstofftanks zum Befüllen der Flotte noch mit angeliefertem Gas befüllt. Das wird sich bald ändern, wenn der erste Elektrolyseur im Innovationspark gebaut wurde. Dieser wird mit dem MVA-Strom aus Wasser grünen Wasserstoff vor Ort erzeugen. Dann ist der Betrieb der Wasserstoffbusse komplett klimaneutral. Das ist ein bedeutsamer Schritt im Kampf gegen den Klimawandel und zeigt, was Kommunen vor Ort betragen können.“
Weiter führte die GRÜNE Ratsfraktion ihr Weg durch die MVA selbst – mit ihren drei Verbrennungslinien und der achtstufigen Rauchgasreinigung. Letztere ist bundesweit führend und ebnete u.a. den Weg dafür, dass in naher Zukunft die Klärschlämme aus dem näheren Einzugsbereich in der Bielefelder MVA mono verbrannt werden können. Wichtig aus Heeper Perspektive ist, dass die Anlieferung der zusätzlichen Mengen ausschließlich über die Eckendorfer Straße erfolgt.













Claudia Heidsiek, GRÜNE Ratsfraktion: „Spätestens 2029 dürfen Kommunen mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ihre Klärschlämme nicht mehr auf landwirtschaftliche Flächen ausbringen. Zum Schutz von Mensch und Umwelt ist die Verbrennung des Klärschlamms notwendig geworden. Trotzdem enthält der Klärschlamm wertvolle Bestandteile wie Phosphor, die aus den Aschen zurückgewonnen werden müssen. Als zusätzlicher, positiver Nebeneffekt entsteht Energie, die wir zur Wasserstofferzeugung und in Form von Fernwärme für unsere kommunale Wärmeplanung nutzen können.
Im politischen Entscheidungsverfahren haben wir die Gründung der KSV OWL (Klärschlammverwertung Ostwestfalen-Lippe) von Anfang an positiv begleitet. Diese ist ein Zusammenschluss von rund 80 Kommunen aus der Region Ostwestfalen-Lippe. Nicht nur die Behandlung des Klärschlamms sollte nachhaltigen Kriterien folgen, sondern auch die Anlieferungskette. Kurze Wege sind, wie so oft, einfach gut fürs Klima.“