Bielefelder ÖPNV-Netz für den Klimaschutz ausbauen

Im Bielefelder Stadtentwicklungsausschuss wurden diese Woche wichtige Schritte für den weiteren Ausbau des regionalen ÖPNV beschlossen. Neben der bestehenden Schnellbuslinie S15, die Bielefeld mit Enger und Spenge verbindet, soll nun auch eine neue Verbindung geprüft werden: Eine zweite Schnellbuslinie könnte künftig die Universität mit Jöllenbeck, Babenhausen-Süd sowie Enger und Spenge verbinden.

Auch im Süden Bielefelds stehen die Zeichen auf Verbesserung: Um Bielefeld und Verl per Schnellbus zu verbinden, sollen nun Fördergelder beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) beantragt werden – das hat der Ausschuss ebenfalls beschlossen. Sollte die Förderung bewilligt werden, wollen Bielefeld und Gütersloh gemeinsam die neue Linie S18 umsetzen. Die Fahrplan-Ideen dafür sind bereits weit entwickelt.

„Mit der geplanten S18 schaffen wir erstmals eine schnelle, direkte Verbindung zwischen Verl und Bielefeld – ideal für Berufspendler:innen und alle, die zum Einkaufen oder Bummeln in die Stadt kommen“, erklärt Dominic Hallau, verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion und Oberbürgermeisterkandidat. „Wer bisher auf das Auto angewiesen war, bekommt endlich eine bequeme und klimafreundliche Alternative. Schnellbusse wie die S18 sind echte Game Changer – sie machen den ÖPNV im Alltag spürbar attraktiver.“

Schon die erste Schnellbuslinie S15 hat gezeigt, welches Potenzial im Konzept steckt: Die tatsächlichen Fahrgastzahlen haben sich gegenüber den ursprünglichen Prognosen mehr als verdoppelt.

„Die Ideen für neue Schnellbuslinien sind lange geplant – sie sind Bestandteil des Nahverkehrsplans“, so Hallau weiter. „Jetzt setzen wir sie um, um die Akzeptanz des ÖPNV auch im Umland zu stärken und unnötigen Pendelverkehr mit dem Auto zu vermeiden. Die Verkehrswende gelingt dann, wenn wir gute Alternativen bieten – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit attraktiven Angeboten.“