Nachtabsenkung auf dem OWD ist nur ein Anfang – gesamte Strecke braucht einheitliche Regelung

Diese Woche wird auf dem Ostwestfalendamm (OWD) endlich die seit Langem angekündigte nächtliche Temporeduzierung zwischen Quelle und Johannistal beschildert. Die GRÜNE Ratsfraktion begrüßt diesen Schritt, kritisiert aber, dass die Maßnahme auf den westlichen und innerstädtischen Abschnitt des OWD nicht ausgeweitet wird.

„Gut, dass es endlich losgeht – aber es reicht nicht, nur einen Teil des OWD leiser zu machen“, sagt Dominic Hallau, Co-Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion. „Auch die Anwohner*innen im Bielefelder Westen und rund um den Tunnel haben ein Recht auf Lärmschutz. Der OWD ist eine durchgehende Verkehrsachse – also braucht es auch eine durchgehende Regelung.“

„Am Ende geht es um eine einfache Abwägung: ein paar Minuten Zeitersparnis für Autofahrer*innen stehen dem Verlust mehrerer Monate gesunder Lebenszeit für die Menschen an der Strecke gegenüber. Diese Bilanz spricht eindeutig für mehr Rücksicht und weniger Lärm“, so Hallau.

Bereits im August 2022 hatte der Stadtentwicklungsausschuss beschlossen, dass die Verwaltung eine einheitliche Geschwindigkeitsregelung auf der gesamten Strecke des Ostwestfalendamms – vom Tunnel bis zum Ausbauende – vorlegen soll. Diese Umsetzung steht bis heute aus. Die GRÜNEN fordern, dass die Verwaltung zu Beginn der neuen Ratsperiode einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegt, der im Rahmen der Rechtsgrundlage des § 45 StVO rechtskonform umsetzbar ist.  Dabei müsse sichergestellt sein, dass die zulässigen Lärmgrenzwerte eingehalten und zugleich die Verkehrssicherheit gestärkt werden.

„Einheitliche Regeln schaffen Klarheit für alle Verkehrsteilnehmenden und sorgen für einen gleichmäßigeren, fließenden Verkehr“, ergänzt Hallau. „Das schützt Klima und Nerven – und macht den OWD zu einer Verkehrsachse, die zu einer modernen Stadt passt.“