Passend zum heutigen Hitzeaktionstag setzt sich die Grüne Ratsfraktion für einen wirksamen Schutz der Stadtbevölkerung vor extremen Temperaturen ein. Für die anstehende Ratssitzung am 11. Juni 2026 hat die Fraktion einen Antrag gestellt, ein Maßnahmenkonzept zu Klimaanpassung und Hitzeschutz im öffentlichen Raum umzusetzen.. Parallel dazu wurde eine Anfrage zum Status Quo des Bielefelder Hitzeschutzes eingereicht: Wo finden wir kühle Orte und Schatten im HInblick auf städtische Gebäuden und öffentliche Flächen? Und wie steht es um die Zukunft von Plätzen wie Kesselbrink und Bahnhhofsumfeld sowie Schulhöfen?
Dominik Schnell, Ratsmitglied und Vorsitzender im Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz: „Die Notwendigkeit dieser Schritte wird durch den aktuellen Hitze-Check 2026 der Deutschen Umwelthilfe unterstrichen. Mit Platz 23 von 196 Städten erreicht Bielefeld ein gutes Ergebnis. Das zeigt, dass die bisherigen Anstrengungen für mehr Stadtgrün, Entsiegelung und Hitzeschutz wirken. Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass weiterhin Handlungsbedarf besteht, um die Stadt noch besser auf die Folgen der Klimakrise vorzubereiten. Deshalb machen wir uns stark für den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen mit mehr Schatten und Abkühlungsmöglichkeiten.
Die Weiterentwicklung des Hitzeaktionsplans hat trotz der schwierigen Haushaltslage für uns
Priorität. Unsere beste Klimaanlage sind Stadtbäume – und die können wir nicht erst in 30
Jahren pflanzen.“
Besonders in dicht bebauten Gebieten entstehen Hitzeinseln, in denen die Temperaturen
signifikant höher liegen. Davon sind insbesondere vulnerable Gruppen wie Kinder, Senior*innen
und Menschen mit (Vor-) Erkrankungen betroffen. laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts
sterben in Deutschland jährlich mehrere Tausend Menschen infolge extremer Hitze. Um die
thermische Belastung präventiv und dauerhaft zu senken, fordern die Grünen, dass strukturelle Klimafolgenanpassungen fest in der Stadtplanung verankert werden. Konkrete Bausteine dieser
Strategie sind der Ausbau des Stadtgrüns, Verschattungen bei Schulhöfen in die Planung zu
integrieren und umzusetzen, eine Refill-Kampagne, kühlende Wassersprüh-Anlagen und die
flächendeckende Planung weiterer öffentlicher Trinkwasserbrunnen. Damit wollen die Grünen
sicherstellen, dass Bielefeld eine Vorreiterrolle beim Gesundheitsschutz der Menschen vor Hitze
einnimmt.
Quellen:
Grüne Anfrage zu Schatten: https://anwendungen.bielefeld.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=43652
Grüner Antrag zu mehr Hitzeschutz: https://anwendungen.bielefeld.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=43653
https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/hitze-check-2026-derdeutschen-umwelthilfe-fast-eine-million-baeume-aus-deutschen-staedten-verschwund/
https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/umweltbundesamtveroeffentlicht-studie-zu